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Spitex - was ist das?

Was bedeutet Spitex?
  • Spitex bedeutet spital- und heimexterne Gesundheits- und Krankenpflege.
  • Spitex Mitarbeitende pflegen und betreuen hilfebedürftige Menschen jeden Alters zu Hause.
  • Es gibt gemeinnützig organisierte Spitex-Dienste und profitorientierte Spitex-Unternehmen.
  • Der Spitex Verband Schweiz als Dachverband der Non-Profit-Spitex besitzt das Markenrecht für das Spitex-Logo.
  • Das Wort „Spitex“ kann rechtlich jedoch nicht geschützt werden und wird sowohl von gemeinnützigen als auch kommerziellen Leistungserbringern verwendet.


Was bezweckt Spitex?
  • Dank Spitex-Leistungen können Betroffene trotz persönlicher Einschränkungen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben oder früher von einem stationären Aufenthalt nach Hause zurückkehren.
  • Ziel der Spitex ist dabei, die Selbständigkeit des Klienten/der Klientin zu erhalten und zu fördern.
  • Dabei versuchen die Spitex-Mitarbeitenden, das private Umfeld der Betroffenen wenn immer möglich in die Hilfe und Pflege miteinzubeziehen.


Wie arbeitet die Spitex?
  • Die gemeinnützige Spitex ist einer hohen Qualität verpflichtet.
  • Die Arbeitsabläufe und Dienstleistungen werden regelmässig auf ihre Qualität hin durchleuchtet und wo nötig angepasst.


Wie wird der Umfang der Pflege und Hilfe festgelegt?
  • Bevor die Spitex die Betreuung einer Person aufnimmt, klärt eine Fachperson den genauen Bedarf an Pflege- und/oder Hilfeleistung ab.
  • Eine Bedarfsabklärung ist gesetzlich vorgeschrieben und kassenpflichtig.
  • Sie garantiert, dass die betroffene Person weder unter- noch überversorgt wird.


Wer arbeitet bei der Spitex?
  • In der gemeinnützigen Spitex sind gesamtschweizerisch gegen 27'000 Personen tätig, die sich gut 10'000 Ganztagesstellen teilen.
  • Rund 90 Prozent des Spitex-Mitarbeiterstabes ist direkt im Bereich Hilfe und Pflege engagiert.
  • Dabei handelt es sich zu einem grossen Teil um diplomiertes Pflegefach– und Hauspflegepersonal und geschulten Haushilfen.
 

Wie ist die gemeinnützige Spitex organisiert?
  • Die Spitex ist in der Schweiz föderalistisch strukturiert.
  • In der Deutschschweiz werden die meisten gemeinnützigen Spitex-Organisationen von privatrechtlichen Vereinen auf Gemeindeebene getragen.
  • Seit dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Januar 1996 müssen Krankenkassen einen gewissen Teil der ärztlich verordneten Pflegekosten übernehmen.
  • Gleichzeitig steigt der Druck auf die Spitex-Anbieter, Kosten zu senken respektive noch effizienter zu arbeiten. Dies führte zu einer Fusionswelle, die noch nicht abgeschlossen ist. So hat sich die Zahl der Spitex-Basisorganisationen in der Schweiz seit 1995 um fast die Hälfte verringert.
  • Durch die Zusammenschlüsse können Doppelspurigkeiten abgebaut und Infrastrukturkosten gesenkt werden.
  • Fast alle der gegenwärtig noch rund 700 gemeinnützigen Spitex-Organisationen sind einem der 26 kantonalen Spitex-Verbände angeschlossen, die ihrerseits den Spitex Verband Schweiz tragen.
 

Wo hat die Spitex Grenzen?
  • Unsere gemeinnützige Spitex bietet einen 24-Stunden-Dienst an.
  • Wenn die Pflege und Betreuung zu Hause aus fachlichen, menschlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht mehr verantwortbar ist, müssen sinnvolle Alternativen gesucht werden.
  • Ein Wechsel in eine stationäre Einrichtung ist namentlich dann angezeigt, wenn die Sicherheit der Klienten, der Angehörigen oder der Spitex-Mitarbeitenden nicht mehr gewährleistet ist, wenn pflegende Angehörige überfordert sind, oder wenn die Hilfeleistung derart intensiv geworden ist, dass sie die Möglichkeiten der Spitex übersteigt.


Weshalb ist Spitex besonders sinnvoll?
  • Die gemeinnützige Spitex arbeitet bedarfsgerecht, d.h. sie erbringt nur Dienstleistungen, die die Klienten auch tatsächlich benötigen (keine kostentreibenden Leistungen), bezieht die Angehörigen und das soziale Umfeld in die Betreuung mit ein, ist volkswirtschaftlich günstiger als stationäre Angebote.
 

Wer kann Spitex anfordern?
  • Spitex steht allen Einwohnerinnen und Einwohnern jeden Alters zur Verfügung, die bedingt durch Krankheit, Unfall, Behinderung, Altersgebrechen, Mutterschaft oder Ähnliches auf Unterstützung angewiesen sind.
  • Massgebend sind Notwendigkeit und ein abgeklärter Bedarf.
  • Die Anmeldung erfolgt über die zuständige örtliche Spitex-Organisation.